diese Woche ist eine Weihrauchseife entstanden. Ich bin mit der Optik nicht ganz zufrieden, ich möchte sie euch dennoch gerne zeigen
Ich liebe das Schaumverhalten und den Duft von Harzseifen
Rezept und Herstellungsweise entspricht der Weihrauch & Meersalz-Seife von Mojas Blog.
Ich habe über mehrere Wochen hinweg Weihrauchpulver in Sonnenblumenöl h.o. gelöst. Zwischendurch habe ich das Mazerat im Joghurtbereiter immer mal wieder erwärmt und jeden Tag gut durchgerührt. Das Weihrauchpulver hat sich nicht komplett aufgelöst. Ein paar Krümel sind übrig geblieben. Dann habe ich den Ölauszug durch einem Kaffeefilter gefiltert. Das hat 1,5 Tage gedauert.
Die öligen Reste im Filter sind übrigens ein prima Gesichtspeeling. So musste ich nichts von dem Weihrauch ungenutzt entsorgen. Die im Weihrauch enthaltenen Boswelliasäuren haben entzündungshemmenden Eigenschaften. Meine Gesichtshaut war danach wunderbar zart und glatt.
Ich hatte erwartet, dass der SL aufgrund des Weihrauchharzes und des ÄÖ Benzoe schnell anzieht. Zu meiner Überraschung blieb der SL sehr lange fließfähig. Eventuell weil ich so kühl gearbeitet habe?
Nach 24 Stunden war die Seife so hart, dass sie sich nur noch mit Gewalt schneiden ließ und auch einige Löcher hat
Stempeln ging eigentlich auch nicht mehr wirklich
Innere Werte sind:
Herstellungsart: RTCP
Laugenflüssigkeit: 1/2 gesättigte Sole und 1/2 Wasser (30%)
Fette und Öle: Kokosöl nativ, Sonnenblumenöl h.o. (Weihrauchauszug), Sesamöl, Kakaobutter und Rizinus
GFM: 200g
Duft: ÄÖ-Mischung bestehend aus Zirbelkiefer, Muskatnuss, Kardamom, Wacholderholz, Pfeffer schwarz, Eukalyptus, Benzoe Siam res., Atlaszeder
Die Seife duftet ganz zart nach Weihrauch, vor allem aber nach Zirbe. Das Benzoe ist ganz verschwunden. Das werde ich demnächst mal höher dosieren. Insgesamt gefällt mir der Duft aber gut
Farbe: keine
LU: 17%
UPDATE nach 12 Monaten Reifezeit: Es gibt jetzt einen Anwaschbericht
